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Soko Stuttgart auf Verbrecherjagd in der Wilhelma.
Das Amtsblatt hat die
Dreharbeiten zur Folge "Giftpfeil" begleitet.

 


Stuttgart.de    16. 04. 2010

 Für einen reibungslosen Ablauf gehen Regisseur Christoph Eichhorn und Schauspieler vor Drehstart noch einmal die Szenen durch. Foto: Christian Hass

Für einen reibungslosen Ablauf gehen Regisseur Christoph Eichhorn und Schauspieler
vor Drehstart noch einmal die Szenen durch.  Foto: Christian Hass

Noch nie ist die Wilhelma Hauptspielort einer Fernsehserie gewesen. Bis jetzt, denn nach dem Tod der Direktorin ermitteln die Kommissare der Soko Stuttgart im Zoo. Das Amtsblatt hat die Dreharbeiten zur Folge "Giftpfeil" begleitet.
Wie die Ameisen laufen sie umher und richten den Drehort ein: Tontechniker, Beleuchter, Kamera- und Materialassistent. Es werden Schienen verlegt, Monitore herumgeschoben und das Catering herangekarrt. Ein weiß-rot gestreiftes Band trennt den Drehort vom übrigen Gelände ab. V

Vier Szenen von gerade einmal dreieinhalb Minuten Länge stehen auf dem Drehplan. Da ist Geduld gefragt. Eine Eigenschaft, die nicht nur das Drehteam unter Beweis stellt. Auch die tierischen Statisten, die vier Elefantendamen der Wilhelma, vor deren Gehege gedreht wird, spielen gelassen mit.

Seit Anfang Februar wird die zweite Staffel der Soko Stuttgart aufgenommen. Im November sollen 25 neue Folgen im Kasten sein. Der Drehplan ist straff, deshalb werden Szenen und Folgen häufig kreuz und quer gedreht. Das erfordert viel Disziplin. "Gerade für die Schauspieler ist das anstrengend, aber auch spannend", erklärt Pressesprecher Hansgert Eschweiler.

"Schauspieler und Komparsen bitte versammeln, es ist Zeit für die Leseprobe", ertönt die kräftige Stimme von Aufnahmeleiterin Sissy Thoms. Sie ist die Frau für alle organisatorischen Fragen und dafür verantwortlich, dass der Drehplan eingehalten wird.

Disziplin ist gefordert
Regie und Schauspieler setzen sich zusammen und gehen den Text durch. Regisseur Christoph Eichhorn erwartet vollen Einsatz: "Wir drehen heute die alles entscheidende Szene." Gleich darauf legt er in der Stellprobe die Standorte der Schauspieler fest.

Doch wer jetzt denkt, dass gedreht wird, täuscht sich. Denn Technik und Schauspiel müssen noch aufeinander abgestimmt werden. Die Positionen für die Kamera werden festgelegt, die Schärfe gezogen und der Ton gecheckt. Mit sogenannten Butterflys, weiß und schwarz bespannten Rahmen, richtet Oberbeleuchter Stefan Bodenhaupt das Licht optimal aus. Dabei hat er den wechselhaften Himmel mit seinem Sonnenglas immer genau im Blick.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. "Ruhe bitte, wir proben", meldet sich die vertraute Stimme der Aufnahmeleiterin. Jedes Teammitglied konzentriert sich auf seinen Teil der Arbeit. Regisseur Christoph Eichhorn schaut gespannt in seinen Mini-Monitor. Hier sieht er genau, was Kameramann Felix Poplawsky filmt. Nach einigen Probeläufen macht Beleuchter Stefan Bodenhaupt Druck, eine Wolke schiebt sich langsam vor die Sonne: "So langsam sollten wir drehen, sonst wird es wieder dunkel."

Schon machen sich alle für die Aufnahme bereit. Sissy Thoms fordert die Zuschauer auf, ihre Mobiltelefone auszuschalten. Denn derjenige, dessen Handy während der Aufnahme klingelt, schuldet dem Team einen Kasten Bier. "Den nehmen wir aber auch gern", schmunzelt die Aufnahmeleiterin und gibt das Zeichen zum Drehstart.

Die erste Staffel endet mit der Folge "Tod im Wasser" am  Donnerstag, 6. Mai, um 18 Uhr im ZDF. Im Herbst wird die Serie Soko Stuttgart fortgesetzt.

Kristin Heuchling 


  

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